Unsere Forderungen
1.
Einführung eines transparenten Feststellungsverfahrens für Staatenlosigkeit
Deutschland braucht endlich ein geregeltes, zugängliches und faires Verfahren, mit dem Staatenlosigkeit eindeutig festgestellt werden kann.
2.
Gesicherte Staatsangehörigkeit für in Deutschland geborene Kinder
Kein Kind darf ohne Zugehörigkeit aufwachsen. Deutschland muss die UN-Konvention zur Verminderung von Staatenlosigkeit konsequent umsetzen und Kindern, die hier geboren werden, eine gesicherte rechtliche Zugehörigkeit zusichern.
3.
Rechtssichere Erfassung und Teilhabe
Staatenlosigkeit darf nicht länger hinter Sammelkategorien wie „ungeklärte Staatsangehörigkeit“, Altkategorien (z.B. Sowjetunion) oder falschen Zuschreibungen von Nationalitäten versteckt werden. Behörden müssen Staatenlosigkeit normiert erfassen – nur so wird das Problem sichtbar und lösbar. Gleichzeitig braucht es Zugang zu grundlegenden Rechten wie Bildung, Arbeit und Bewegungsfreiheit – unabhängig vom Status.
4.
Zugehörigkeit sichtbar machen
Zugehörigkeit mehr ist als ein Eintrag im Pass. Staatenlose Menschen sind Teil unserer Nachbarschaften, Schulen, Arbeitsplätze. Gesellschaftliche Debatten müssen ihre Perspektiven einbeziehen und anerkennen, dass Zugehörigkeit mehr ist als ein Eintrag im Pass.
5.
Diskriminierung abbauen, Solidarität leben
Vorurteile gegenüber Menschen ohne Staatsangehörigkeit müssen aktiv hinterfragt und abgebaut werden. Statt Unsichtbarkeit oder Ausschluss braucht es Solidarität – im Alltag, in Medien, in Kultur.
6.
Räume für Mitgestaltung öffnen
Staatenlose Menschen sollten gehört werden und die Möglichkeit haben, ihre Anliegen in Politik, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit einzubringen. Gesellschaft kann aktiv dafür sorgen, dass ihre Stimmen nicht am Rand bleiben, sondern im Zentrum der Debatte.