Wie wir Veränderung schaffen

Bei Statefree setzen wir uns dafür ein, dass Zugehörigkeit, Teilhabe und Anerkennung für alle Wirklichkeit werden – unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Herkunft. Gemeinsam mit Betroffenen, Verbündeten und Entscheidungsträger*innen entwickeln wir Lösungen, schaffen Räume für Austausch, Sichtbarkeit und politisches Handeln. Unsere Arbeit verbindet Community-Aufbau, Öffentlichkeitsarbeit und strukturelle Veränderung zu einer gemeinsamen Bewegung für mehr Gleichberechtigung und Anerkennung von Staatenlosigkeit.

In den folgenden Bereichen erfährst du, wie wir das umsetzen – und wie du Teil davon werden kannst.

Wir forschen

Staatenlosigkeit ist weder in Deutschland noch international ausreichend erforscht. Nur mit fundierter Forschung aber können wir gute Lösungen entwickeln. Statefree schafft Wissen: Wir führen qualitative Interviews mit Mitarbeitenden in Behörden und unterziehen die Verwaltung strukturierten Analysen. Warum? Nur wenn wir die Logiken, Hürden und Potenziale der Institutionen verstehen, können wir passgenaue Lösungen entwickeln.

Wir vertreten Interessen

Wir sind im direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen im Innenministerium, dem Kanzleramt und in den Ausländerbehörden. In Hintergrundgesprächen und Fachrunden bringen wir die Perspektive der Statefree Community ein und arbeiten an konkreten Reformen. Unser Ansatz: Lösungen entwickeln, die sowohl für Betroffene als auch für Verwaltung praktikabel sind – und so echte Veränderung ermöglichen.

Wir sind Sprachrohr

Mit unserer Kommunikations- und Kampagnenarbeit geben wir staatenlosen Personen die Stimme, die ihnen vom Staat verwehrt bleibt. Wir leisten Aufklärungsarbeit und zeigen, dass Staatenlose keine Zahlen sind, sondern Menschen. Wir bauen Vorurteile, Stereotype und Berührungsängste ab, damit falsche Narrative keine Chance haben. Wir schaffen Narrative, die nach vorn blicken und echte Lösungen präsentieren. Dabei setzen wir vor allem auf unsere Statefree-Community: Ihre gelebte Erfahrung ist die Basis für alles, was wir tun.

Wir schaffen Gemeinschaft

Staatenlosigkeit isoliert – wir verbinden: In unserer stetig wachsenden Community vernetzen wir Betroffene und Unterstützer:innen. Damit schaffen wir einen Safe Space. Die Community steht im Zentrum. Wir schaffen die Zugehörigkeit, die viele Staatenlose vermissen. Staatenlose Personen und Unterstützer:innen helfen sich hier untereinander – vertraulich und unkompliziert. Mit der Community entwickeln wir politische Forderungen und praktische Lösungen. Denn das geht nur zusammen. Jedes Community-Mitglied trägt zum strukturellen Wandel bei.

Einige unserer bisherigen Projekte

Sichtbarkeit im Gesetz

Wir haben die Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes 2023/2024 eng begleitet – mit Analysen, Stellungnahmen und klaren Forderungen. Das haben wir erreicht: Wir haben dafür gesorgt, dass Staatenlosigkeit nicht länger übersehen werden kann. 

Kampagne „70 years, 70 voices“

Zum 70. Jahrestag der UN-Konvention über die Rechtsstellung der Staatenlosen haben wir Staatenlosigkeit ein Gesicht gegeben. Oder, um genau zu sein: 70 Gesichter. 70 direkt oder indirekt von Staatenlosigkeit Betroffene haben ihre Geschichten erzählt. Denn Staatenlose sind Menschen, keine Nummern.

Forschung

Wir veröffentlichen Forschungsarbeiten, die Perspektiven von staatenlosen Personen ins Zentrum stellen. Dafür haben wir zuletzt vier Fellows ins Team geholt, die selbst von Staatenlosigkeit betroffen sind.